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Magersucht - die Angst vor dem EssenWenn man sich sehr konsequent bemüht, sich gesund zu ernähren oder weniger zu essen oder beides, dann steht man in einem ständigen Konflikt mit dem eigenen Appetit. Es ist ein Wechselspiel von guten Vorsätzen, schmachvollen Niederlagen und noch größeren Anstrengungen. Man hat ständig das Gefühl, das Falsche zu essen. Man macht immer etwas falsch, wenn man isst.Daraus entsteht mit der Zeit eine Angst vor dem Essen. Mit Freude essen ist nicht mehr möglich. Das Essen ist ein Schlachtplatz von Kämpfen mit dem eigenen Körper. Die Angst kann so groß werden, dass man das Essen einstellt, weil man durch das Essen mit so großen Ängsten konfrontiert wird. Das ist dann die Magersucht. Magersucht ist nicht - wie vielfach angenommen - der Versuch immer schlanker zu werden. Sondern Magersucht ist die blanke Angst vor dem Essen - die Angst schon wieder alles falsch zu machen und sich damit zu schaden - entweder durch "falsches Essen" oder durch zu viel. Der Weg aus der Magersucht heraus führt nur durch die Angst. Man muss sich der Angst stellen und sich dabei klarmachen, dass es in Ordnung ist, so zu essen wie der Körper es möchte. Während man wieder zu essen anfängt, begegnet man natürlich all den Ängsten: dick zu werden und sich mit dem Essen zu schaden. Da muss man dann hindurch. |
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